Glos zum Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine

Wie das BMWI - Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie am Neujahrstag 2009 in einer Presseerklärung bekanntgab, soll die Gasversorgung in Deutschland trotz des Gassterites zwischen Russland und der Ukraine gesichert sein.

Bundesminster Michael Glos betont:  “Gasversorgung in Deutschland ist gewährleistet” und führt weiter aus : “Ich bedauere es
sehr, dass es wiederholt zu Streitigkeiten zwischen Gazprom und Naftogas über die
Bedingungen der Gaslieferungen gekommen ist.

Ich gehe davon aus, dass im Vorfeld gegebene Zusagen eingehalten werden und die
Gaslieferungen an Europa zuverlässig durchgeführt werden. Bilaterale Probleme
dürfen nicht dazu führen, dass bestehenden vertraglichen Verpflichtungen
gegenüber Dritten nicht nachgekommen wird. Ich fordere die Konfliktparteien auf,
unverzüglich eine Lösung zu finden, die den Interessen aller Betroffenen Rechnung
trägt.

Die deutschen Gasversorgungsunternehmen haben sich auf die Situation sorgfältig
vorbereitet. Alle erforderlichen Maßnahmen wurden eingeleitet, um auf
Lieferengpässe adäquat reagieren zu können. Die deutsche Gaswirtschaft hat
zugesichert, dass sich mögliche Lieferengpässe über die Transitpipeline durch die
Ukraine gegenwärtig nicht auf die Versorgungssicherheit in Deutschland auswirken
würden. Grund dafür sind die großen Speicherkapazitäten in Deutschland und die
Diversifizierung der deutschen Gasbezugsquellen und Gastransportleitungen.”

Weitere Informationen zum Gasstreit in Osteuropa erhalten Sie auf den Internetseiten des BMWI (bmwi.de).

[ Gasstreit ]

Gaspreis

Nachdem einige Versorger bereits jetzt oder spätestens zum zweiten Halbjahr 2008 den Gaspreis mit bis zu fünfundzwanzig Prozent (25% !) kräftig anziehen, kommt jetzt bereits die Horrorankündigung für den Herbst diesen Jahres.

Um bis zu weitere vierzig Prozent (40% !!!) soll demnach der Gaspreis für die Verbraucher steigen, da eine Preiskopplung mit dem Ölpreis besteht, welche sich jeweils zirka ein halbes Jahr später einstellt. Die Gaslieferanten wimmeln zwar eine derart hohe Preissteigerung beim Gas derzeit noch verbal ab … aber genau wissen wir es im Herbst, was diese Beschwichtigungen auf sich hatten…oder auch nicht.

Neben den möglichen Einsparpotenzialen sollte unbedingt der Gaspreis mit einem unabhängigen Tarifrechner überprüft werden.



Zahlreiche Energieversorger erhöhen Preise für Strom und Gas

Zahlreichen Energieverbrauchern in Deutschland steht im April und Mai eine neue Preisrunde der Energieversorger für die Belieferung mit Strom und Gas, einhergehend mit weiteren Preiserhöhungen, ins Haus.

Wie das Verbraucherportal VERIVOX jetzt für die FAZ - Frankfurter Allgemeine Zeitung errechnete, plane für die zwei folgenden Monate April sowie Mai 2008 mindestens einhundertzweiundachtzig (182!) Gasversorger die Anhebung der Preise um durchschnittlich 6,7 Prozent. Die Haushalte in Sachsen trifft es abermals besonders hart, denn so werden beispielsweise die Stadtwerke Reichenbach dem Bericht nach den günstigsten Tarif für die Gaslieferung dermaßen erhöhen, dass die Kunden 14,1 Prozent mehr bezahlen müssen.

Erdgas aus Russland soll erheblich teurer werden

Laut  Angaben russischer Nachrichtenagenturen soll der Gazprom-Chef Alexej Miller diese Woche bei einer Unterredung in Moskau mit dem demnächst scheidenden russischen Präsidenten Wladimir Putin gesagt haben, das der Preis für Erd-Gas noch im aktuell laufenden Jahr 2008 auf bis zu vierhundert US-Dollar (400 US-$) steigen könnte, was nach aktuellem Währungs-Wechselkurz in etwa zweihundertsechzig Euro (260 €) entsprechen würde. Grund dafür, dass Russland sowohl von Deutschland sowie zahlreichen anderen Ländern in Europa in diesem Jahr deutlich mehr Geld für die Erdgas-Lieferungen verlangen wird, ist der aktuell sehr schwache US-Dollar.

Für das laufende Jahr 2008 war Gazprom zunächst von Preisen um dreihundertzehn US-Dollar (310 US-$) ausgegangen, jedoch wurde bereits im Dezember 2007 die Prognose des Gaspreises 2008 auf rund dreihundertachtzig Dollar (380 US-$) angehoben. Aktuell müssen die deutschen und andere europäische Abnehmer dreihundertsiebzig US-Dollar (370 US-$) an den russischen Erdgaslieferanten Gazprom (im übrigen Hauptsponsor des Gelsenkirchener Fussball-Bundesligisten Schalke 04) gezahlt werden. Mit den Preiserhöhungen gleicht der russische Erdgasproduzent und -lieferant Verluste durch den steigenden Dollar-Preis aus, der in den vergangenen Wochen und Monaten drastisch - teilweise sogar massiv - an Wert verloren hat, denn Erdgas wird Erdgas wird in der (noch) Welt-Leitwährung US-Dollar abgerechnet.

In den kommenden Jahren solten Verbraucher in Deutschland mit weiter steigenden Preisen für die Versorgung mit Erdgas rechnen. Daher lohnt sich ein regelmäßiger unverbindlicher und kostenfreier Gaspreisvergleich um die Kosten im Griff zu behalten!

>>HIER geht´s zum Gas-Tarifrechner<<

Verbraucherzentrale Brandenburg kritisiert Gaspreiserhöhung

Die geplante Erhöhung des Gaspreises im Bundesland Brandenburg durch den Gasversorger EWE wird von der Verbraucherzentrale Brandenburg scharf kritisiert.

Der Gaspreis im ostbrandenburgischen Versorgungsgebiet des Energiekonzernes EWE soll laut Ankündigung in der vergangenen Woche um 11,5 Prozent zum 1. April 2008 angehoben werden. Alexander Bredereck als Chef der brandenburgischen Verbraucherzentrale nennt diese “beispiellos arrogant”. Derzeit läuft gegen die EWE immer noch eine Sammelklage von 187 Gaskunden am Landgericht in Frankfurt/oder gegen die Anhebung der Erdgaspreise im September 2004. Für diesen Fall ist der 24. Juli 2008 als nächster Verhandlungstag angesetzt, zu diesem Zeitpunkt werden die abermals erhöhten Gaspreise dann schon fast vier Monate Gültigkeit haben.

Weiter Energieanbieter im Land Brandenburg haben zum Beginn des zweiten Quartals 2008 höhere Gaspreise angekündigt, so die PVU Prignitzer Energie- und Wasserversorgung in Perleberg (Landkreis Prignitz), die Stadtwerke Wittenberge (ebenfalls Prignitz) und die Stadtwerke Herzberg im Landkreis Elbe-Elster.