Energiemarkt - Stromausfälle sind unrealistisch

Das Bundesumweltministerium mit Sitz in der bundesdeutschen Hauptstadt Berlin kann im Moment keine Engpässe bei der Stromversorgung in Deutschland erkennen. Damit wies Michael Schroeren als Sprecher des Ministeriums die Anfang der Woche gemachten Äußerungen des RWE-Chefs Jürgen Großmann zurück. Der Chef des Stromkonzernes RWE hatte warned verlauten lassen, dass es im Sommer zu zeitweiligen Ausfällen bei der Stromversorgung kommen könnte, da es in Deutschland nicht aureichend viele Kraftwerke gebe.

Ministeriumssprecher Schroeder sagte: “Alle Zahlen zeigen, dass von einer Stromlücke keine Rede sein kann”. So wurde in Deutschland im Jahr 2007 mehr Strom produziert, als überhaupt benötigt wurde und dass, obwohl vier Kernkraftwerke langfristig abgeschaltet waren.

Ferner rief der Sprecher des Bundesministeriums die gro0en Energiekonzerne dazu auf, in den Ausbau der Stromnetze zukünftig mehr Geld zu investieren.

Strom und Gas trotz Liberalisierung immer teurer

Riesige Preissprünge bei den Energiekosten sorgen dafür, das Verbraucher bis zu fünfzig Prozent mehr zahlen müssen für Strom und Gas. Somit hätte die Liberalisierung des Strom- und Gasmarktes nicht zur Entlastung der Verbraucher bei den Kosten für Energie geführt, so das Fazit einer Studie der Postbank. Wie die Studie feststellt, sind die Energiepreise gegenüber den sonstigen Lebenshaltungskosten in den vergangenen zehn Jahren viermal so schnell gestiegen. Gegenüber dem Jahr 1998 zahlen Verbraucher laut der Postbank-Studie im Schnitt ca. fünfzig Prozent mehr für den Energieverbrauch.

Während Strom der Studie zufolge “nur” etwa vierzig Prozent mehr kostet als 1998, habe sich der Gaspreis nahezu verdoppelt während der letzten zehn Jahre. Ebenso verdoppelt habe sich während dieser Zeit der Preis für den Liter Kraftstoff, Heizöl kostet innerhalb des betrachteten 10-Jahres-Zeitraum nunmehr sogar das dreifache!

 Nach Ansicht des BDEW - Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft sind die Preiserhöhungen jedoch nicht als Zeichen für fehlenden Wettbewerb im Energiemarkt zu betrachten, sondern gingen einerseits auf die stark steigenden Rohstoffpreise für Öl und Gas zurück, andererseits auf die Effekte aus Ökosteuer, Mehrwertsteuer sowie der zunehmenden Einspeisung und Nutzung von alternativen Energieformen. Die Kombination von diesen beiden Punkten sei der größte Preistreiber, , denn der reine “Netto-Strompreis” (vor Steuern und Abgaben) war im Jahr 2007 rund  fünf Prozent geringer als vor Beginn der Liberalisierung des Strommarktes. das der wettbewerb im Strommarkt langsam in fahrt kommt, beweist auch die Tatsache, dass in 2007 über eiine Million Kunden den Stomanbieter gewechselt haben, was ca. einer Verdopplung gegenüber dem Wechselwillen der haushalte im Jahr 2006 gleich kommt.

Eine andere Bundesbehörde - das Bundeskartellamt - vertritt jedoch eine völlig andere Meinung, indem es den großen Versorgern Preisabsprachen vorwirft. So wird die Konzentration der Erzeugung von Strom auf die vier größen Energiekonzerne Eon, RWE, Vattenfall sowie EnBW in einem Gutachten der Monopolkommission bemängelt. Kritisch stuft das Bundeskartellamt ebenfalls die Beteiligung an zahlreichen Stadwerken durch die großen vier Energiekonzerne ein.

Claudia Kempfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, kurz DIW, zählt als Energieexpertin ebenfalls zu den Leuten, die den Strommarkt kritisch beäugen. So sieht sie die zuletzt vorgeneommenen Preissteigerungen der Konzerne als ungerechtfertigt an, weil die Herstellungs- / Erzeugungskosten für Strom bei den Atomkraft- sowie Braunkohlewerken kaum gestiegen sind.

Strompreiserhöhung von 74 Versorgern im Februar 2008

Strompreiserhöhungen treten am Freitag, den 1. Februar 2008 bei weiteren 74 Stromanbietern in Deutschland in Kraft. Somit haben seit Beginn des Jahres 2008 laut dem Branchendienst Toptarif in Berlin nunmehr 430 der ca. 900 deutschen Energieversorger und somit fast die Hälfte der Stromunternehmen (49 Prozent) die Tarife geändert und die Preise erhöht.

Seit Beginn des Jahres 2008 liegt die durchschnittliche Steigerung der Strompreise bei den Grundversorgungstarifen somit bei 7,2 Prozent. In der Spitze müssen die Stromverbraucher in einigen Versorgungsgebieten jedoch bereits bis zu 34 Prozent mehr bezahlen als noch im abgelaufenen jahr 2007 !

Laut Toptarif beteiligen sich an der neuerlichen Preissteigerungsrunde 2008 unter anderem Städte wie Schwabach (+15,4% Verteuerung des Grundversorgungstarifes) ebenso wie Flensburg (+9,4%). Toptarif geht in der Mitteilung jedoch von weiter steigenden Strompreisen im Jahr 2008 aus. Bereits im März oder/und April müßten unter anderem Verbraucher in den Bundesländern Hessen, Nordrhein-Westfalen sowie Sachsen mit weiteren Preissteigerungen für elektrischen Strom rechnen.

Verbraucherschützer raten allen Stromkunden schon seit längerem, die Preise für Strom zu vergleichen und den Energieanbieter zu wechseln. Wichtig ist es dabei, zu einem unabhängigen Stromanbieter zu wechseln, denn im Jahr 2007 beispielsweise konnte der größte deutsche Stromanbieter Eon durch die eingeführte vermeintliche Billigstrommarke “e wie einfach” mehr Kunden gewinnen als direkt verloren gingen und diese Tatsache belebt keineswegs den Wettbewerb, sondern läßt die Vorstände der großen energielieferanten nur müde und verschmitz lächeln.

Eine vierköpige Familie mit einem Stromverbrauch von durchschnittlich 4.000 Kilowattstunden (kwh) kann auch im neuen jahr 2008 noch bis zu mehreren hundert Euro pro Jahr einsparen.

Preisvergleich Strom

Herzlich willkommen auf dem “Preisvergleich Strom”, der jungen und unabhängigen Informationsseite rund um das Thema Energie, insbesondere um Strom und Strom sparen.

Preisvergleich Strom bei Verivox.de :


Preisvergleich Strom bei Wechseln.de :

Sowohl Verivox als auch Wechsel.de sind unabhängge Vergleichsportale, um die Ersparnis beim Strom errechnen zu können und den stromanbieter zu wechseln.

« Vorherige Seite